Vereinsgeschichte

Über die Entstehung der Faschingsgilde aus der Sicht eines Ex-Gardemädel, und Prinzessin.

Nachdem der TuS Bad Aibling unter der Regie von unserem unvergessenen Stefan Riedl viele Jahre für den Fasching in Bad Aibling verantwortlich war, wurde in den Jahren 1964 bis zur Gründung der Faschingsgilde 1967 der Fasching durch die Kurhaus- bzw. KUKULI –Garde vertreten.
Dieser Name setzte sich aus Kunst- u. Kulturverein u. Liedertafel zusammen, die zur damaligen Zeit die Initiatoren des Faschings waren, bekannt auch durch den legendären KUKULI-Ball, der weit über die Grenzen des damaligen Landkreises Bad Aibling hinaus bekannt war und bis über 1000 Besucher ins Aiblinger Kurhaus lockte. Der kleine Saal und die Gänge mussten zusätzlich bestuhlt werden, um all die vielen Närrischen unterzubringen, die die Top-Band Helmut Högel (bekannt auch durch Ihre Auftritte beim Münchner Sechstagerennen) hören und sehen wollten. Es spielten abwechselnd 3 Kapellen im Kurhaus.
Unsere Auftritte erstreckten sich von München über Feldkirchen, Bad Aibling, Kolbermoor, Rosenheim Prien bis nach Mondsee/Österreich.
Sogar bei dem jährlichen Gardefestival in Salzburg konnten wir, angeführt von Gardemajor Hannelore Niedermeier (Arnold), unter vielen Garden aus Deutschland und Österreich einmal sogar den 3. Platz ertanzen.

 

Und dann kam die Gründung der Faschingsgilde Bad Aibling.

Ohne einen Sponsor wie Harry Hüttig wären die tollen Kostüme, die Dekoration des Kurhaussaales, farblich und im Motto abgestimmt auf die Kostüme der Garde und des Prinzenpaares, die Bereitstellung des Prinzenwagens für den Faschingszug und und ..... nicht möglich gewesen.
Eine Trainerin für die Garde wurde aus München geholt, einigen unter Ihnen wird der Name Boppi Englinger als die Gardetrainerin schlechthin, sicher noch was sagen. Sie hat die Münchner Narhalla Garde, die Reichenhaller- und die Aiblinger Garde auf Trab gebracht.
Natürlich hatten wir bei den Proben auch volle Unterstützung z.b. von Trudl Antretter, die als weltweit bühnenerfahrene Musikerin Ihr Wissen einbrachte, oder Toni Huber, Gustl Steffen und Willi Eichhorn, die uns zeigten wie man richtig im Stechschritt unterwegs ist – „mit Oberkörper nach vorne gebeugt, - nein !!! mit Oberkörper nach hinten verlagert, nein !!!! den Oberkörper gerade“ - Sie können sich’s denken, langweilig war’s nie.
Für beste Betreuung sorgte das Ehepaar Rosemarie und Ferdl Arnold, die das Kurhaus führten und uns Gardemädels und Prinzenpaar immer gut versorgten.
Ganz besonders betreut wurden wir in den ersten Jahren natürlich von Irmi Eichhorn mit Ihrem allseits bekannten Wahlspruch: „Wir trinken nur Sekt!“

Die tollen Gardekostüme wurden anfangs von dem Maler Hubert Bartl entworfen, die dann in bester Ausführung von Schneidermeister Herbert Maak in die Wirklichkeit umgesetzt wurden.

Aber auch als Prinz und Prinzessin konnte man viel erleben, wir waren im Fasching 69/70 als Prinz Wiggerl und Prinzessin Traudl mit unserem Hofstaat und Garde, alle ausgestattet mit Kostümen vom Salon Vohwinkel, München, auf über 30 Bällen vertreten.
Höhepunkte im Fasching waren der KUKULII-Ball, der Fußballerball oder Gastronomenball um nur einige der tollen Veranstaltungen zu nennen, die das Aiblinger Kurhaus zu einem Hexenkessel machte.
All denen, die damals mit gewirkt haben, den Fasching so toll zu gestalten, wie dem singenden Hofmarschall Johannes Mangels, den Senatoren Gustl Steffen, Bruno Sandner, Will Eichhorn, Heinz Gessner, Toni Huber, Konrad Gartmeier, der nach wie vor dem Fasching treu verbunden ist und das nicht nur als Damischer–Ritter sondern vor allem als Senator, sowie Rosemarie Arnold und den Hofdamen Renate Sandner und Margit Weisbrich sei Dank für die tolle Zeit.
Es gibt bestimmt noch viele eifrige Faschingsnarren, die zu erwähnen ich vergessen habe, man möge mir an dieser Stelle verzeihen.
Was aber nicht vergessen werden kann, dass dies alles nicht ohne Harry Hüttig und Stefan Riedl möglich gewesen wäre.

Eure Exprinzessin Traudl
Deren Nachfolge bekanntlich, bestens erfolgt ist