Artikel 2015/2016

Die Queen im Abgas-Skandal

Wenn ein Zebra über die Münchner Straße läuft und ein Bob ohne Kufen durchs Zentrum saust – dann ist Fasching in Bad Aibling. Rund 20000 Maschkera säumten die Gaudiwurm-Route durch die Innenstadt und applaudierten den 42 Motivwagen und Fußgruppen. Der Aiblinger Faschingszug ist der größte in Oberbayern und ein Publikumsmagnet. In Anbetracht der Ereignisse in der Silvesternacht in Köln, hatte die Polizei Bad Aibling das Sicherheitspersonal vorsorglich aufgestockt.

Rund 20000 Faschingsbegeistertefeierten gestern bis in die Abendstunden in der Aiblinger Innenstadt.
Kriechbaumer/Mischi © OVB

Bad Aibling – Der Abgas-Skandal von VW, die bevorstehenden Jubiläen einiger Vereine und die sportlichen Erfolge des Bob-Teams Hafer waren die zentralen Themen des Gaudiwurms. Doch auch der Lokalkolorit kam nicht zu kurz. So prangerte die DLRG das fehlende Schwimmbad im Mangfalltal an und „schwamm auf dem Trockenen“. Die „hysterischen Mütter“ nahm der Burschenverein Au aufs Korn und widmete seinen Wagen der Verkehrssicherheit für Kinder. Hier hatte es eine entsprechende Unterschriftenaktion gegeben. Die Burschenschaft Harthausen-Ellmosen wiederum wollte nicht noch eines ihrer „Gewächse“ als Aiblinger Faschingsprinz verlieren und hatte kurzerhand eine eigene „einzig wahre“ Garde dabei.

Auch die befreundete Faschingsgilde aus Vagen hatte ihre "Santa-Narria" auslaufen lassen und "kreuzte" damit durch die Innenstadt. Beide Faschingsgilden waren mit den jeweiligen Tollitäten, Garde, Hofstatt und Präsidium vertreten. Natürlich war auch die Faschingsgilde Mangfalltal mit einer großen Abordnung dabei.

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Faszination Fasching

Zum gesellschaftlichen Großereignis wurde der Bal paré der Aiblinger Faschingsgilde. Ein brechend voller Kurhaussaal, Auftritte der Gastgeber sowie drei weiterer Gilden aus dem Landkreis Rosenheim, Musik der „Högl Fun-Band“ und ein bestens aufgelegtes Publikum, welches aus der Aiblinger Geschäftswelt sowie den Vereinen kam, waren Beweis dafür, dass der Fasching in Bad Aibling nichts von seiner Faszination verloren hat.

Viel Gefühl zeigten Prinz Daniel und Prinzessin Christina aus Bad Aibling.
© OVB

Bad Aibling – Schon der erste Programmpunkt war zugleich ein Höhepunkt: Den nicht enden wollenden Einzug der „Hausherren“ quittierten die Ballgäste zurecht mit langem Applaus. Die Gilde hatte von der Kinder- und Jugendgarde über Tollitäten, Präsidium, Elferrat und „große“ Garde alles aufgeboten, was im Fasching Rang und Namen hat. Den Anfang machte die Jugendgarde, die ihren Marsch gekonnt aufs Parkett brachte. Fetzig wurde es dann mit der Kindershowtanzgruppe, die, angeführt von Michelle Zernick, zum Motto „Back to the 90s“ durch den Saal wirbelte. Gleiches galt für den Showteil der Jugendgarde, die unter ihrem „Major“ Sarah Toby äußerst sportlich daherkam. Dass den Aiblingern in Sachen Marsch so schnell niemand etwas vormachen kann, bewiesen die 14 Gardemädchen, die mit Major Theresa Krämer an der Spitze wie gewohnt zackig und absolut sicher in den Schrittfolgen auftraten. Der Schlusspunkt des ersten Programmteils, der Walzer von Prinz Daniel I. Gipfelstürmer von Agrarien und Christina I. Prinzessin über die heilende Welt der Gewürze, forderte abermals den donnernden Beifall des Auditoriums heraus.

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Jetzt regiert das Prinzenpaar

Als Christina I., Prinzessin über die heilende Welt der Gewürze, und Prinz Daniel I., Gipfelstürmer von Agrarien, führen Christina Buntscheck aus Riedering und Daniel Schmelzer aus Ellmosen durch das Aiblinger Narrenreich 2016. Bad Aibling.

Eng wurde es auf dem Tanzparkett zwischen den Auftritten. Hecht
© OVB

Ein ausverkaufter Kurhaussaal mit bestens aufgelegten Gästen sowie das mit Höhepunkten gespickte Programm boten den passenden Rahmen für die Inthronisation der Tollitäten.

– Traditionell wurde der Ball mit einem gemeinsamen Walzer von Gardemädels und Senatoren eröffnet und zu den Klängen der Band „Agent Six“ bevölkerten dann auch die übrigen Ballgäste das Tanzparkett, das zwischen den Auftritten stets gut gefüllt blieb.

Dass es um den Nachwuchs im Aiblinger Fasching bestens bestellt ist, bewies gleich der erste Programmpunkt. Ganz im Stil ihrer großen Vorbilder zogen Kindershowtanzgruppe und Jugendgarde in den Saal und begeisterten die Besucher mit einer Show passend zum Motto „Back to the 90‘s“ zum Musiktitel „Barbiegirl“ und anschließend mit dem Marsch zu „Children“. Trainerin Angelika Wegscheider hatte hier ganze Arbeit geleistet und die Tänzer zu Höchstleistungen motiviert.

Dass auch die Jugendgarde „Show kann“, bewies sie mit einer fetzigen Einlage zu den Musiktiteln „Insomnia“ und „Wannabe“. Schon dieser Auftritt forderte donnernden Applaus und so ging es den kompletten Abend weiter.

Noch einmal genossen dann die letztjährigen Faschingsregenten, Stefan Seidl und Marina Blum, den Beifall des Auditoriums, bevor sie von Gildepräsidentin Marianne Hartmann mit Worten des Dankes verabschiedet wurden. Beide bleiben der Gilde jedoch als Hofmarschall und Ordensminister beziehungsweise als Zeremonienministerin erhalten.

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Prinzessin, i hol di mit mei'm Traktor ab

Christina Buntscheck aus Riedering und Daniel Schmelzer aus Ellmosen regieren im Fasching 2016 die Narren der Kurstadt. Vorgestellt wurden die beiden dem närrischen Auditorium wie seit Jahren üblich, gestern am 11.

© OVB
Christina Buntscheck und Daniel Schmelzer schwingen 2016 das Zepter über Bad Aiblings Narren.

11. pünktlich um 11.11 Uhr auf dem Marienplatz in Bad Aiblings Stadtmitte.

Bad Aibling - Bei frühlingshaften Temperaturen warteten die Schaulustigen schon lange vor dem offiziellen Start gespannt darauf, wer denn nun im sehr kurzen Fasching (am 10. Februar ist bereits wieder Aschermittwoch) das Narrenzepter schwingt. Mit dabei neben zahlreichen "ehemaligen" Prinzen und Prinzessinnenwaren auch Abordnungen der Faschingsgilde Vagen und vom Faschingsverein Mangfalltal in Kolbermoor.

Einstimmung bei Weißwurst und Bier

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